Galerie Renée ZieglerEVENT
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1954, als Max von Moos (1903-1979) mit seinen Studenten von der Malklasse an der Luzerner Kunstgewerbeschule nach Bern reiste, um die erste der von Arnold Rüdlinger zusammengestellten Ausstellungen zum Thema „Tendences actuelles“ zu besuchen, gehörte er zusammen mit Meret Oppenheim und Otto Tschumi zu den Exponenten des Surrealismus in der Schweiz. Rüdlingers legendäre Ausstellung und ihre Fortsetzungen in Bern (1955) und in Basel („Die neue amerikanische Malerei“ und „Jackson Pollock“, beide 1958) hatten auf ihn wie auf viele andere Schweizer Künstler jener Zeit eine befreiende Wirkung. Als surrealistischer Maler und engagierter Beobachter des Zeitgeschehens erkannte von Moos im Tachismus eine Möglichkeit, das wissenschaftliche Weltbild der Moderne und insbesondere den Tatbestand der Kernspaltung und die daraus sich ergebenden Herausforderungen im „Atomzeitalter“ in künstlerische Erfahrung umzusetzen. Parallel zu solchen Werken entstanden jedoch weiterhin Arbeiten in der surrealistischen Handschrift, um derentwillen er bekannt geworden war. Im Kontext der damaligen Schweizer Rezeption des französischen „Informel“ und des US-amerikanischen „Abstract Expressionism“ - man denke an Maler wie Rolf Iseli, Wilfrid Moser, Lenz Klotz und andere - überrascht heute von Moos' „Tachismus“ durch seine zeitdokumentarischen Anspruch als eine Form von „pittura nucleare“. Unter von Moos' Schülern haben vor allem Franz Fédier (1922-2005) und André Thomkins (1930-1985) solche Impulse in den 1960iger und 1970iger Jahren auf eigenen Spuren weiterentwickelt. (-s. 14.Okt.09) |
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